Im Test: Archos 40 Cesium – Dual-SIM zum Kampfpreis

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Zum Entree in die Windows-Phone-Welt hat Multimediaspezialist Archos das untere Preissegment gewählt. Nutzer müssen beim Archos 40 Cesium mit 4-Zoll-Display zwar Abstriche machen, zahlen dafür aber auch nur rund 80 Euro.

Das Einsteigersegment erfreut sich inzwischen einiger Beliebtheit bei den Herstellern von Windows Phones. Das Archos 40 Cesium tritt damit unter anderem gegen das Lumia 530 an.

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Dem Cesium liegt ein SIM-Adapter bei, der die inzwischen gängigen Micro-SIM-Karten auf die alte SIM-Größe aufstockt, die älteren Slots dürften günstig gewesen sein. Der SD-Slot ist als microSD ausgelegt. In der Packung befinden sich zudem drei Wechselcover (Blau, leuchtend Gelb und Schwarz), die sich dank einem Schlitz am unteren rechten Rand leicht abnehmen lassen. Darunter steckt der wechselbare Akku, der mit 1950 mAh ordentlich dimensioniert ausfällt. Archos legt zudem Ohrstöpsel bei, die das Freisprechen und die Anrufannahme ermöglichen. Zum längeren Musikhören sind die (beinharten) Stöpsel eher nicht geeignet, als Antenne für das integrierte UKW-Radio wiederum schon. Ein USB-/Micro-USB-Kabel plus Netzteil ergänzen den Packungsinhalt.

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Innenleben mit zwei SIM-Slots und microSD-Slot.

Display

Das vier Zoll LCD-Display löst mit 800 x 480 Pixeln auf. Was Farben und Blickwinkel betrifft, leistet das Cesium zwar keine Wunderwerke, erlaubt sich aber auch keine großen Patzer. Die Darstellung der Farben und der Kontrast sind gut. Kippt man das Cesium, wandern die Blautöne ins schnell ins violette ab, der Bedienung tut dies aber keinen Abbruch. Die Ausleuchtung des Displays ist zudem gleichmäßig, was in diesem günstigen Segment nicht selbstverständlich ist.

Handling

Mit 126 x 64 x 10,5 Millimetern und 126 Gramm Gewicht liegt das Cesium 40 unauffällig und angenehm in der Hand. Die Bedientasten am Cover beschränken sich auf Lautstärke-Wippe und Standby-/Ein-/Aus-Schalter. Die Schalter liegen sich auf den Gehäuseseiten gegenüber. Beide Taster sind im Cover integriert. Schüttelt man das Handy wackeln sie leicht und auch vernehmbar, Nutzer des Lumia 1020 kennen das Geräusch vom Bildstabilisator. Am unteren Rand sind die üblichen Windows-Tasten als kapazitive Sensor-Tasten ausgelegt. Der Micro-USB-Anschluss nebst dem Audioanschluss sind am oberen Gehäuserand untergebracht.

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Seitenansicht mit Lautstärkewippe.

Innereien

Im Inneren arbeitet ein Qualcomm MSM8212 mit vier Kernen und 1,2 GHz Taktfrequenz. 512 MByte RAM und vier GByte interner Speicher stehen zur Verfügung. Über microSD-Karten können bis zu 128 GByte Speicher nachgerüstet werden. Die Datenverbindung reicht bis HSDPA+, was in dem Segment ebenfalls gut ist. Löblich: Bluetooth 4.0 Smart ist integriert.

Die Leistung ist für unsere Begriffe im Alltagsbetrieb ausreichend, das Telefon reagiert flott, Apps starten erträglich schnell. Für grafisch aufwändige und rechenintensive Spiele ist das Gerät von Haus aus nicht gemacht.

Kamera

Die Hauptkamera bietet 5 Megapixel mit Autofokus und Blitz. Das reicht für Schnappschüsse, obwohl das Fokussieren auch mal länger dauern kann. Das Display selbst bietet zum Herzeigen der Fotos eine zu kleine Auflösung, was zu Rändern an der Seite führt. Die Frontkamera ist mit nur 0,3 Megapixeln für Selfies und Videotelefonie zuständig und rangiert am unteren Ende. Konkurrenten im Billigsegment wie das Lumia 530 verzichten aber ganz auf die Frontkamera, was dem Archos Cesium einen Pluspunkt verschafft.

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Seitliche Ränder beim Betrachten von Fotos.

Fazit

Mit dem Archos 40 Cesium macht man für den empfohlenen Kampfpreis von rund 80 Euro nichts falsch. Der Media Markt etwa verkauft es für 89 Euro. Dass man sich bei den Komponenten ebenfalls im unteren Preissegment findet, ist selbstverständlich. Die Ausstattung ist dennoch komplett. Die wechselbaren Cover sind eine nette Beigabe, auch wenn nur das schwarze Cover durchgehend eingefärbt ist. Das Display ist ansehnlich, die Leistung des Quadcore ausreichend.

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