Erster Eindruck: Fitbit Surge und Charge (HR)

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Fitbit hat in München seine neuen Fitnesstracker vorgestellt. Die als Superwatch vermarktete Surge und die Bänder Charge und Charge HR.

Der Unterschied zwischen Charge und Charge HR ist in der bei letzterer verbauten Herzfrequenzmessung zu finden (HR= Heart Rate). Das nacht sich auch im Preis bemerkbar. Das Charge soll 130 Euro kosten, das Charge HR 150 Euro. Außerdem hat sich Fitbit entschieden, den mit Herzfrequenzmessung ausgestatteten Modellen einen herkömmlichen, vom Uhrenarmband bekannten Schließmechanismus angedeihen zu lassen. Das sei auf vielfachen Nutzerwunsch geschehen, ist in München zu hören. Das Fitbit Charge kommt mit dem vom Flex-Armband bekannten Clasp-Verschluss mit zwei Plastiknoppen, die in die dafür vorgesehenen Löcher im Band gepresst werden.

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Die drei Neuen: Fitbit Charge, Charge HR und Fitbit Surge (von links).

Die Charge-Modelle sind in Größe und Form identisch und unterscheiden sich nur durch den Verschluss und die durch grün blinkende LEDs auf der Unterseite erkennbare Pulsmessung des Charge HR. Fitbit beleuchtet mit dieser Technologie den Blutdurchfluß am Handgelenk und errechnet anhand der Reflexion von veränderter Kapillargröße den Puls. Fitbit hat sich diese Technologie als PurePulse schützen lassen. Das Armband ist deutlich breiter als das Flex, trägt sich aber angenehm.

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Charge und Flex im Vergleich.

Von den Funktionen her sind die Charge-Modelle erweitert worden. Die dauerhafte Pulsmessung des HR ist eine davon und in dieser Preisklasse durchaus ein Alleinstellungsmerkmal. Allerdings kommt das Charge HR erst Anfang 2015 auf den Markt, das einfache Charge soll noch im November verfügbar sein, die nächste Woche wurde in München als Starttermin genannt. Mediamarkt, Euronics und Co wurden als Verkaufsstellen genannt.

Die vom Charge gesammelten Daten lassen sich über die App, die in vollem Umfang auch für Windows Phone zur Verfügung steht, in diversen Ansichten anzeigen. Das Band selbst bietet ebenfalls ein kleines OLED-Display, das mit einem seitlichen Taster durchgeschaltet wird. Schrittzahl, aktueller Puls (beim HR), Zeitanzeige und die Zahl der gestiegenen Treppenstufen werden angezeigt. Das Charge meldet auch eingehende Anrufe. Das Plus an Information des Charge ist im Vergleich zum Flex ein echter Zugewinn, auch wenn das Band breiter ist. Die schlichten LEDs des Flex erscheinen dagegen sofort sehr rudimentär. Allerdings muss sich erst zeigen, ob sich das Charge ebenso angenehm über den Tag (und die Nacht) tragen lässt wie das schmale und leichte Flex, das beim Tragen nicht auffällt.

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Display des Surge.

Das neue Flaggschiff Surge zielt mit LCD-Touchscreen, GPS, Pulsmessung und den von den Charge-Modellen bekannten Funktionen auf ambitionierte Sportler. Außerdem sind 3-Achsbeschleunigungsmesser, Gyroskop, Kompass und Umgebungslichtsensor integriert.

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Pulsmessung auf der Unterseite des Surge.

In Größe und Gewicht legt das Surge entsprechend zu, rangiert aber im Vergleich zu anderen Smartwatches aber im unteren Größensegment. Das Surge kommt ebenfalls Anfang 2015 und soll 250 Euro kosten. Ob man sich die Pulsmessung auch in der Nacht antun will, bleibt jedem Nutzer überlassen, unsere Sache wäre das Tragen in der Nacht eher nicht. Die Armbänder gibt es in unterschiedlichen Größen. Bei der Anprobe fühlte sich das Surge wenig störend an, was am sehr flexiblen Band und dem in der Dimension noch tragbaren Display liegt.

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Das Display des Surge ist zum Nutzer hin geneigt.

 

Das Surge gibt in der App und der Web-Anwendung die zurückgelegte Strecke anhand der GPS-Daten auch auf einer Karte aus.  Zudem lässt sich im Surge die Musik des Smartphones steuern und es zeigt Anrufe und SMS-Nachrichten an. Am Arm trägt sich das Surge, ebenfalls über eine Uhrenschließe gesichert, wie eine Uhr. Das Gehäuse ist leicht asynchron in der Höhe, was einen besseren Blickwinkel auf das Display bedeutet. Gesteuert wird das Flex über drei Taster am Gehäuse und den Touchscreen. Im Ruhezustand zeigt es die Uhrzeit an, das Design der für die Uhr gewählten Anzeige lasse sich ändern, hieß es. Der erste Eindruck des Surge ist positiv. Die Pulsmessung funktionierte auch, wenn das Armband nicht allzu straff angelegt ist. Für Nutzer, die auch die Uhr gerne etwas lockerer tragen, bleibt diese Funktion also erhalten.

Die Bänder werden alle über einen neuen Anschluss an der Unterseite geladen, der Fitbit-eigene Anschluss auf der Trackerseite mündet in der Gegenstelle in einen USB-Anschluss. Damit brauchen die Tracker wie bisher ein eigenes Ladekabel.   

Schlagwörter: Charge , Fitbit , Surge

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