Lumia 1020, Lumia 925 und HTC One im Fototest

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Aus Windows Phone User 06/2013

Die Performance

Nominell ist das HTC One mit seinem Quadcore-Prozessor mit 1,7 GHz ein Garant dafür, dass das System in allen Lebenslagen butterweich und ohne Ruckeln läuft. Gerade bei der Aufnahme und Bearbeitung von Videos ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Beide Lumias verwenden einen Snapdragon-S4-Prozessor mit zwei Kernen und 1,5 GHz Taktgeschwindigkeit und sind auf dem Papier damit schlechter ausgestattet. In der Praxis relativiert sich dies: Das Full-HD-Display des HTC One, das mit 1920 x 1080 Bildpunkten deutlich höher auflöst als das WXGA-Display der Lumias (1280 x 768 Pixel) bedarf mehr Prozessorleistung. Beim Fotografieren und Filmen fällt der langsamere Prozessor der Lumias gefühlt nicht ins Gewicht. Bei der Weiterverarbeitung von Videos, einem sehr rechenintensiven Prozess, schon eher.

Auslöser

So schön die hohe Auflösung des Lumia 1020 auch ist, sie hat einen spürbaren Nachteil, wenn man schnell Bilder schießen will: Die hochauflösenden Bilder sind um die 10 MByte groß, und das Abspeichern dauert schon drei bis vier Sekunden. Danach setzt im Standard dann noch die Voransicht des gerade geschossenen Bildes ein, es dauert also, bis man das nächste Foto machen kann. Die Voransicht ist zwar in den Einstellungen von Nokia Pro Cam ausschaltbar, an der Speicherdauer ändert sich aber nichts.

HTC gereicht die geringe Pixelanzahl zum Vorteil: Ist HTC Zoe als Funktion aktiviert, dann nimmt das HTC One innerhalb von vier Sekunden eine Sequenz von 20 Fotos auf – plus einer Videosequenz. Aus der hohen Zahl der Bilder ist dann leicht das rauszusuchen, auf dem alle Aufgenommenen "vernünftig" schauen und die Augen offen haben.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Performance einer Digitalkamera ist die Auslösegeschwindigkeit: Wie lange dauert es, bis nach dem Drücken des Auslösers dann tatsächlich das Foto aufgenommen wird? Das HTC One brilliert hier: Sekundenbruchteile nach dem Auslösen ist das Bild fokussiert und aufgenommen. In schlechteren Belichtungssituationen verlängert sich diese Zeit zwar spürbar, bleibt aber dennoch marginal.

Das Lumia 925 nimmt sich etwas mehr Zeit und benötigt schon mal eine Sekunde, bis das Bild aufgenommen ist.

Das Lumia 1020 genehmigt sich dagegen mehr Zeit, die vor allem in den Autofokus fließt. Es kann durchaus 1,5 Sekunden dauern, bis das Bild im Kasten ist. Allerdings: Über Bilderreihen beobachtet ist der Autofokus des Lumia 1020 genauer als der der beiden Konkurrenten: Ein falsch fokussiertes Motiv ist beim 1020 der absolute Ausnahmefall.

Schlagwörter: Fotos , Lumia 1020 , Lumia 925 , Nokia

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